Ausbildung Motorflug


Die praktische Ausbildung in der Motorsegler/Motorflug Schulung umfasst mindestens 45 Flugstunden, davon mindestens 10 Stunden Alleinflug. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre bei Ausbildungsbeginn und 17 Jahre bei Lizenzerwerb.

Praktisch ausgebildet wird im Motorsegler/Motorflug ganzjährig, überwiegend an Wochenenden und Feiertagen mit doppelsitzigen Flugzeugen. Die ersten Starts steuert der Fluglehrer selbst und erklärt unter anderem die Bedeutung der Instrumente und die Wirkung der Ruder. Außerdem kann sich der Schüler mit der Bewegung im dreidimensionalen Raum vertraut machen. Nach und nach übernimmt der Schüler die Steuerung, auch wenn der Fluglehrer noch ab und zu eingreifen muss. Wenn dann alle Punkte der praktischen Ausbildung einschließlich der Führung des Flugzeuges bei besonderen Flugzuständen beherrscht werden, steht der für alle aufregende erste Alleinflug kurz bevor. Ein zweiter Fluglehrer muss seine Zustimmung geben und dann erfüllt sich zum ersten Mal für den neuen Schüler der alte Menschheitstraum im Alleinflug. Es ist ein bewegendes Erlebnis und bleibt unvergesslich. Im Motorsegler-Motorflug findet der 1. Alleinflug nach ungefähr 7 bis 10 Flugstunden statt. Aber auch wer länger braucht, muss sich nicht grämen, denn es hat sich gezeigt, dass diese Schüler später häufig die besseren Piloten sind.

Nach dem ersten Alleinflug geht es meist zügig weiter, es folgen Übungsflüge mit Fluglehrer und alleine sowie Überlandflugeinweisungen mit Fluglehrer und Überlandflüge im Alleinflug mit Landungen auf fremden Flugplätzen.

In der Motorsegler-Motorflugausbildung ist man zeitlich relativ frei, dafür ist sie aber teuerer als die Segelflugausbildung und der Ausbildungsumfang ist, zum Beispiel mit Landungen auf Verkehrsflughäfen, größer. Auch hierbei ist in der Anfangsphase eine intensive Teilnahme erforderlich, damit man nicht „ewiger Schüler“ bleibt.

Oft geht die Ausbildung in einer gewerblichen Flugschule etwas schneller, ist aber meist teurer. Die Lerninhalte der Vereinsausbildung bleiben häufig besser haften und von Vorteil ist, dass sich die Ausbildung über einen längeren Zeitraum erstreckt und damit die unterschiedlichsten Wetterbedingungen erlebt werden.